Workshop
Farbworkshop
Farbworkshop
Erhalten Sie tiefgehende Einblicke in Farbtheorie, Lichtverständnis und Technik bis hin praktische Anwendung von Farbwerkzeugen
Kopenhagen, 16. März 2026
Workshop
Farbworkshop
Erhalten Sie tiefgehende Einblicke in Farbtheorie, Lichtverständnis und Technik bis hin praktische Anwendung von Farbwerkzeugen
Kopenhagen, 16. März 2026
Farben in Design und Architektur – ein Workshop zur professionellen Intuition
Farben gestalten mehr als nur Flächen. Sie lenken das Verhalten, schaffen Zugehörigkeit und beeinflussen unsere Wahrnehmung mit weitaus größerer Präzision, als uns oft bewusst ist. Dieser Workshop nimmt die Farbe ernst – sowohl als physikalisches Phänomen als auch als kulturelles Konstrukt – und vermittelt Fachleuten die Fähigkeit, bewusster, systematischer und strategischer mit Farben zu arbeiten.
Wir beschäftigen uns damit, wie das Auge und das Gehirn Farben wahrnehmen, wie Farbsysteme wie NCS und Pantone versuchen, das Chaos zu bändigen, und wie wir unsere Farbwahl gegenüber Kollegen und Geschäftspartnern begründen und vertreten. Gleichzeitig erhalten die Teilnehmer Zugang zu einem neuen, wissensbasierten Tool zur Farbauswahl, das direkt in der Praxis eingesetzt werden kann.
Das Format ist speziell auf Fachleute zugeschnitten: Wir arbeiten in vier fokussierten Abschnitten – in denen Wissen, Diskussion und konkrete Aufgaben miteinander verknüpft werden –, die zusammen eine solide Grundlage für den sicheren und wirkungsvollen Einsatz von Farben bilden.
Am Ende des Workshops wirst du
- Erworbene Kenntnisse über grundlegende Farbtheorie und Farbsysteme, deren historische Entwicklung und Anwendung im Design.
- Ich habe gelernt, das Pantone-System und Farbwerkzeuge einzusetzen, um harmonische und ausgewogene Farbkompositionen sowohl im Mode- als auch im Produktdesign zu schaffen.
- Einblicke gewonnen, wie neuroästhetische Prinzipien die Farbwahl leiten können, um im Design emotionale und sinnliche Wirkungen zu erzielen.
- Versteht das Zusammenspiel von Farben mit verschiedenen Materialien und Lichtverhältnissen, um die gewünschten Stimmungen und Funktionen zu erzielen.
- Die Fähigkeit erworben, die Wahl von Farben mit naturwissenschaftlichen Belegen zu begründen, was die Kommunikation mit Kunden und Partnern verbessert.
Tagesprogramm
1. Farbe und Physiologie
Wir beginnen mit dem Sinnlichen und dem Wissenschaftlichen. Wie sieht das Auge? Wie interpretiert das Gehirn farbliche Reize? Und warum ist das relevant? Wir befassen uns mit Zapfen, Stäbchen und dem trichromatischen Sehen – und verbinden den heutigen Wissensstand mit historischen Einblicken aus den Experimenten von Newton und Goethe, den Theorien von Helmholtz und den bahnbrechenden Entdeckungen von George Wald. Dabei untersuchen wir, wie Licht unsere Wahrnehmung von Farben in der Praxis beeinflusst.
2. Farbsysteme und ihre Entstehung
Wir betrachten die Systeme,die wir heute zur Klassifizierung und Orientierung bei Farben verwenden: NCS, RAL, Pantone und andere. Wir knüpfen an Aristoteles’ Beobachtungen bei Sonnenaufgang, Newtons Spektralkreis und Ittens Bauhaus-Modelle an, aber auch an die Versuche von Ewald Hering und Ogden Rood, Farben entsprechend der menschlichen Wahrnehmung zu ordnen. Die Teilnehmer arbeiten praktisch mit der Farbsortierung und erhalten ein konkretes Verständnis dafür, wie Farbton, Sättigung und Schwärze in der Praxis funktionieren.
3. Farbwahrnehmung – zwischen Sinneserfahrung und Kultur
Farben sind nicht nur messbar – sie sind auch voller Stimmung, Bedeutung und Geschichte. In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit der Sprache rund um Farben: Wie beschreiben wir sie? Was bedeutet es, wenn etwas „staubig“, „scharf“ oder „kühl“ wirkt? Wir untersuchen den Unterschied zwischen objektiven und sinnlichen Beschreibungen und diskutieren, wie man eine brauchbare und glaubwürdige Argumentation aufbaut, wenn man in einem professionellen Kontext über Farben spricht.
4. Werkzeuge und Praxis
Im letzten Abschnitt kommt alles zum Tragen. Wir testen und kombinieren Farben, beurteilen Harmonie und Kontrast und üben uns darin, zwischen Intuition und Systematik zu navigieren. Wir betrachten, wie Künstler und Designer mit Farben arbeiten – von Sanzo Wada und Margrethe Odgaard bis hin zu KOI Studio und Julie Boserup – und diskutieren, wie wir selbst methodisch mit der Farbwahl in architektonischen Räumen umgehen können. Es wird zwischen Plenum und Gruppenarbeit gewechselt, sodass sowohl individuelle Reflexionen als auch gemeinsame Diskussionen Raum finden.
Zusammenfassung
Der Tag endet mit einer gemeinsamen Zusammenfassung, in der wir die wichtigsten Argumente und Kernpunkte herausarbeiten, die die Teilnehmer in ihre Praxis mitnehmen können – insbesondere mit Blick darauf, wie sie die Farbwahl in Zusammenarbeit mit Kollegen und Entscheidungsträgern vermitteln und verankern können.
Vormittag
Eine solide Farbgrundlage
Die Teilnehmer tauschen ihre eigenen Erfahrungen mit Farben im Design aus, was die Grundlage für ein gemeinsames Verständnis dafür bildet, wie Farben die Wahrnehmung und die Funktion in verschiedenen Arten von Designprojekten beeinflussen.
Ein Vortrag darüber, wie das Gehirn Farben wahrnimmt, untermauert durch wissenschaftliche und historische Erkenntnisse. Dabei wird untersucht, wie Farben emotionale Reaktionen hervorrufen können und wie sie eingesetzt werden, um in Designprojekten Einheitlichkeit und Kontrast zu schaffen.
10.15 Uhr: Pause
10.30 Uhr: Evolutionäre Neuroästhetik und Farben (Fortsetzung)
Einführung in das NCS-System, dessen Umrechnung in das Pantone-System und deren Anwendung in Verbindung mit dem Farbwerkzeug. Die Teilnehmer lernen, Farben zu entschlüsseln und zu kombinieren, um harmonische Designs zu entwerfen, die zu verschiedenen Produkten und Anwendungsbereichen passen.
11.10 Uhr: Farb-Bingo
Verstehen Sie, wie die Lichtqualität die Farbwahrnehmung im Design beeinflusst und wie unterschiedliche Lichtverhältnisse die Wirkung von Farben verändern können. Inspiration liefern die Arbeiten von Tor Nørretranders und Olafur Eliasson zum Thema Lichtqualität.
Nachmittag
Praktische Arbeit mit Farben
12.00 Uhr: Mittagspause
Den Teilnehmern wird das neu entwickelte Farbwerkzeug vorgestellt, das als praktisches Hilfsmittel zur Gestaltung harmonischer Farbkompositionen dient. Das Werkzeug unterstützt die Teilnehmer dabei, sich bei der Farbauswahl, bei Kontrasten und beim Gleichgewicht sowohl in kleinen als auch in großen Designprojekten zurechtzufinden.
Die 60/30/10-Regel: Die Teilnehmer lernen, das Farbwerkzeug einzusetzen, um ausgewogene Farbkompositionen zu schaffen, bei denen 60 % des Designs von einer Farbe dominiert werden, 30 % von einer anderen Farbe ergänzt werden und 10 % als Akzent dienen.
13:25 Uhr: Pause
Warme und kalte Farben: Sortieren von Farbmuster und Einsatz des Farbwerkzeugs, um die Temperatur von Farbtönen und deren Wirkung auf die Gestaltung zu verstehen.
Farbige Räume und Nachbild-Effekte: Inspiriert von Goethes Experimenten untersuchen die Teilnehmer, wie Nachbilder die Wahrnehmung von Komplementärfarben beeinflussen und visuelle Kontraste im Design erzeugen.
Materialien und Farbkompositionen: Mithilfe des Farbwerkzeugs und des Pantone-Systems experimentieren die Teilnehmer mit Farben und Texturen, um harmonische Designs zu schaffen.
Der Einfluss des Lichteinfalls auf Farbtöne: Die Teilnehmer testen verschiedene Beleuchtungskonfigurationen, um zu sehen, wie sich Farben bei unterschiedlicher Beleuchtung verändern, wobei sie das Farbwerkzeug nutzen, um die optimalen Farbtöne zu finden.
Wende das Gelernte in der Praxis an: Die Teilnehmer wenden die Farbgestaltung auf ihr eigenes Projekt oder eine Designaufgabe an, bei der sie das heute Gelernte umsetzen.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Tages und offene Fragerunde mit Diskussion über die Anwendung von Farbprinzipien in Designprojekten aller Art.
Über Anders Barslund
Anders Barslund ist ein erfahrener Architekt mit Spezialisierung auf evolutionäre Neuroästhetik und Farbtheorie, wobei er wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse mit praktischen ästhetischen Lösungen verbindet. Mit 20 Jahren Erfahrung in der Gestaltung und Renovierung exklusiver Wohnhäuser in Nordseeland sowie einem tiefen Interesse daran, wie Farben das Raumerlebnis beeinflussen, hat Anders Methoden entwickelt, die in großen Bauprojekten ebenso anwendbar sind wie in privaten Wohnhäusern. Sein Ansatz ist relevant für Architekten, die an umfangreichen Bauprojekten arbeiten und Farbe als strategisches Element in die Architektur integrieren möchten.
Deine Augen sehen in RGB.Rot, Grün und Blau.
Dein Gehirn liebt Kontraste, Licht und Dunkelheit. Gemeinsam ermöglichen dir deine Augen und dein Gehirn, Räume wahrzunehmen. Wie kannst du also deine menschlichen Sinne einbeziehen, wenn du dein Zuhause streichen möchtest? Damit hat sich Anders Barslund in den letzten mehr als 25 Jahren beschäftigt. Hier bekommst du einen kleinen Vorgeschmack auf seine Arbeit mit Farben.
Datum
Kopenhagen, 16. März 2026
Dinesen Showroom
Søtorvet 5
1371 Kopenhagen
9.00–15.30 Uhr
Aarhus, 19. März 2026
Erhvervsakademi Aarhus (Guldbygningen)
Ringvej Syd 104
8260 Viby J
Raum: 2.37/2.38
9.00–15.30 Uhr
Preis
DKK 3.500,-
pro Teilnehmer bei einer Anmeldung.
DKK 3.000,-
pro Teilnehmer bei mindestens 2 Anmeldungen aus demselben Unternehmen
Die in dänischen Kronen angegebenen Preise verstehen sich zzgl. MwSt. Angebote und Rabatte sind nicht kombinierbar.
Das sagen ehemalige Teilnehmer

„Es war ein unglaublich spannender Farbworkshop, bei dem man wirklich spürt, wie sehr Anders sich für das Thema begeistert. Wir begannen ganz am Anfang, als man damals begann, sich mit Farben zu beschäftigen, und arbeiteten uns von dort bis in die Gegenwart vor. Es folgten einige interessante praktische Aufgaben, bei denen man die Möglichkeit hatte, sich eingehender mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das ist ein Workshop, der in allen kreativen Ausbildungsgängen angeboten werden sollte!“

„Eine perfekte Balance zwischen Theorie und Praxis. Ich habe ein fundiertes Verständnis für das NCS-System gewonnen und zudem Einblicke darin erhalten, wie Licht und Materialauswahl die Farbwahrnehmung beeinflussen. Dieser Workshop ist ein Muss für jeden Architekten, der sich intensiv mit Farben beschäftigen möchte.“

„Fesselnd und inspirierend. Anders’ Herangehensweise an Farben macht komplexe Konzepte verständlich, und der Workshop hat mir konkrete Werkzeuge an die Hand gegeben, die ich bei großen Bauprojekten einsetzen kann.“


















